Kirchenschatz

Unten sehen Sie einige Teile des Westenbrügger Kirchenschatzes gestiftet von den jeweiligen Patronen, den Gutsherren von Westenbrügge, sowie von Bürgern und Pastoren.


Leuchter, v.Bibow


Kelch, Müller v.d.L.


Kanne, v.Müller R.


Silbervergoldete Patene


Müller v.d.L./v.Bülow

Aus der Nachkriegszeit des 30-jährigen Krieges

Links oben der Silberleuchter trägt die Inschrift 'Sivert von Bibow'. Es gibt zwei davon. Sie wurden in Hamburg hergestellt und sollen um 1660 gestiftet worden sein, also nach dem Konkurs. Der dänische Generalmajor fiel 1673 beim Sturm auf Malmö. Das wäre heute ein zwei Sterne General. Damals begaben sich Generale noch selbst in Gefahr.

Links zwei Zinnleuchter, beschriftet: Anna Wilhelmina Theresia Behrens, geb. Quistorpen im Jahr 1776. Und: M. Bartholomeus Berens, Pastor zu Westenbrügge erwählt den XIten Sontag nach Trinitatis im Jahr 1775. Ob die Gütertrennung hatten?

Rechts eine Zinnschuessel (Taufbecken) mit sechs geflügelten Engelsköpfen. Sie trägt die Inschrift: Hanna Hafeman hadt dis Becken zu Westenbrug an die Kirch zu Gottes Ehrren fur ehrredt 1679. Dies ist ein Jahr, nachdem der Cammerrath Benne das Gut aus dem Konkurs (seit 1642) gekauft hat. Beamten, die sogar Rechtschreibung regulieren müssen, gab's wohl noch nicht.


Quelle für diesen Beitrag ist Schlie, Kunst- und Geschichtsdenkmäler Mecklenburgs, III. Band, Schwerin, 1899, sowie Hilfe und Hinweise vom vormaligen Pastor Graf, Biendorf, Pastor Utpatel, Neubukow, Denkmalschützer Alexander Schacht, Bad Doberan, und von Nachfahrin Sabine von Bibow, Berlin.